Archiv der Kategorie: Anti-Atomkraft-Demo

Zehn Jahre nach Fukushima

Redebeiträge von Yu Kajikawa (Sayonara Nukes Berlin) und von Frau Yôko Tawada, Schriftstellerin, beide im Original:

 

Yu Kajikawa(©Sayonara Nukes Berlin)

Sayonara Nukes Berlin Demo-Rede zum 10. Jahrestag von Fukushima (06.03.2021)

 

Liebe Versammelte, schön, dass wir heute gemeinsam des 10. Jahrestags von Fukushima gedenken, denn wir haben alle die Pflicht, uns daran zu erinnern.

Habt ihr euch schon einmal konkret vorgestellt, wie es wäre, von heute auf morgen das Zuhause, die Arbeit oder die ganze Heimat zu verlieren? Und zwar nicht etwa, weil das Haus, die Stadt oder die Fabrik wegen Erdbeben oder Tsunami zerstört wären, sondern weil unsichtbare, radioaktive Strahlen gekommen und geblieben waren. Auf einmal mussten circa 170.000 Menschen ihre Heimat verlassen. Keiner wusste, ob und wann sie wieder nach Hause zurückkommen, den gewohnten Tätigkeiten im Alltag nachgehen, den Beruf ausüben oder mit vertrauten Freunden, Kollegen und Nachbarn wieder zusammen sein könnten, und ob sie überhaupt alles, woraus ihr bisheriges Leben bestanden hatte, wieder zusammenfinden könnten. Genau das war nach dem Unfall von Fukushima passiert. Dieser unvorstellbare Alptraum war für so viele Menschen plötzlich Realität.

Nach Tschernobyl mag man gedacht haben: So etwas war nur in der Sowjetunion möglich! Nach Fukushima habt ihr vielleicht gedacht: Zum Glück gibt es bei uns weder Erdbeben dieser Größe noch Tsunamis. Aber diese Zuversicht ist nur ein Wunschdenken, denn wie kann man so sicher sein? Wenn es kein Erdbeben und kein Tsunami gibt, kann es menschliches Versagen sein, veraltete Geräte oder verschlissene Bauteile könnten genauso verheerende Reaktorunfälle verursachen.

Anstatt die betroffenen Menschen zu unterstützen und sie vor weiteren Gefahren durch Strahlen zu schützen, verbreitet die japanische Regierung lieber ein Märchen, das lautet: Die Nuklearkatastrophe sei fast Geschichte. Sie wollen lieber die Angst der Bevölkerung bekämpfen, nicht etwa durch genauere gesundheitliche Untersuchungen oder korrekte Messungen von radioaktiver Kontamination von Böden, Gewässern und Luftraum, sondern durch eine Reihe von Kampagnen mit einer Bezeichnung, die mich im höchsten Maße empört, nämlich „mentale Dekontaminierung“. Sie sind nämlich der Meinung, dass nicht etwa die radioaktiven Strahlen, sondern die Verunsicherungen, Misstrauen und Zweifel der Bevölkerung, die sie zu Recht hat, die Seuche sind, weshalb es gelte, dekontaminiert zu werden. Dafür scheuen sie keine Kosten. Die Bevölkerung finanziert die eigene Gehirnwäsche mit ihren Steuergeldern. Die Behörden erteilen einer einflussreichen Werbeagentur lukrative Aufträge einen nach dem anderen, damit manipulative Werbungen im großen Stil produziert, irreführende Informationsveranstaltungen organisiert und pseudo-wissenschaftliche Schlussfolgerungen verbreitet werden, bei denen es darum geht: alles sei sicher, unbedenklich, kein Grund zur Sorge.

Während die Schäden der Atomkatastrophe auf diese Weise immer unsichtbarer gemacht, die Opfer im Stich gelassen, die für den Strahlenschutz geltenden Regelungen immer weiter gelockert werden und keiner für den Reaktorunfall zur Rechenschaft gezogen wird, wird der Wiederaufbau von Fukushima medienwirksam inszeniert ohne Rücksicht auf Verluste, sie scheuen nicht einmal davor zurück, die Olympischen Spiele Tokio zu diesem Zweck zu missbrauchen.

Egal wie die japanische Regierung und die Internationale Atomenergie Organisation die Auswirkungen und Folgen des Super-GAUs kleinreden, sprechen die Fakten für sich: Von Normalität in der betroffenen Region kann keine Rede sein. Brennelemente, die durch den Druckbehälter hindurchgeschmolzen sich unter den Reaktorruinen 1 bis 3 befinden, – schätzungsweise insgesamt ca. 900 Tonnen -, sind noch immer so hochradioaktiv, dass niemand sich nähern kann und keine präzise Untersuchung möglich ist. Tepco behauptet, 2021 mit dem Herausnehmen der Schmelze anzufangen, aber wie wollen sie das anstellen, ohne genau zu wissen, wo und in welchem Zustand sie sich befindet? Und wohin damit und mit welcher Methode? Das in über 1000 Tanks auf dem AKW-Gelände gelagerte, auch nach der Bearbeitung mit einem Filtersystem noch immer mit Tritium und anderen Radionukliden kontaminierte Wasser ist mittlerweile auf mehr als 1,2 Millionen Tonnen angewachsen. Die japanische Regierung will trotz heftiger Proteste erlauben, es ins Meer abzuleiten.

Es liegt in unserer Hand, uns konkret auszumalen, in was für einer Welt wir leben wollen. Lasst uns gemeinsam dafür einsetzen, den Lebensraum um uns humaner, freundlicher und demokratischer zu machen und die Welt von Gefahren der Atomenergie, von Nuklearwaffen und ihren strahlenden Hinterlassenschaften zu befreien. Und dafür haben wir noch sehr viel zu tun. Lasst uns davon leiten: NIE WIEDER Hiroshima, nie wieder Nagasaki und natürlich NIE WIEDER FUKUSHIMA!!

KazagurumaDemo2021_YuKajikawa_Original_de_pdf

かざぐるまデモ2021_梶川ゆう_和訳_pdf

Yoko Tawada (©Sayonara Nukes Berlin)

Zehn Jahre nach Fukushima. Yoko Tawada

 

Wie lang ist die Halbwertszeit von Cäsium? 30 Jahre? Wie lange braucht Plutonium, um sich zur Hälfte zu reduzieren? 24.000 Jahre? Das Uran braucht sogar 4,5 Milliarden Jahre. Ich kann diese Vorstellung nicht ertragen, schließe die Augen und sage aus Trotz, dass alles sowieso für immer verseucht sei. „Für immer“ heißt „eine Ewigkeit“. Die Vorstellung von Ewigkeit ist erträglicher als eine konkrete hohe Zahl, deshalb flüchte ich in die Ewigkeit, einen Zeitraum, für den niemand mehr verantwortlich ist. Dort muss ich nicht handeln, denn es ist sowieso zu spät. Ich erlaube mir einen Rückzug in die eigenen vier Wände. Ein privat versichertes Leben mit süßlicher Melancholie.

Wie wäre es aber, wenn ich den beängstigenden Zahlen direkt in die Augen sehen würde? Wenn ich die unbequemen Wörter wie Cäsium oder Plutonium in die Dichtung integrieren würde? Paul Celan, der vor ungefähr drei Monaten 100 Jahre alt geworden wäre, hat den Begriffen aus Medizin oder Chemie einen Zutritt in seine Dichtung erlaubt. Es geschah, während er sich mit den Katastrophen der menschlichen Zivilisation auseinandersetzte.

Wie lang ist die Halbwertszeit des Gedächtnisses?

Als der „Kern“ 2011 schmolz, waren wir alle tief erschüttert, bekamen abgründige Angst, es war nicht nur Angst vor Radioaktivität, sondern viel mehr. Was für ein Kern ist damals geschmolzen? Ein Vertrauenskern für die Kontinuität, ohne die man nicht jeden Tag seine Kraft in die Arbeit stecken, menschliche Beziehungen pflegen, oder ein Haus, eine Schule, ein Unternehmen aufbauen kann. Die Atom-Maschinerie kann zu jeder Zeit den Sinn des Lebens zerstören und somit verseucht sie uns stets innerlich – allein durch ihre Existenz.

Wie lang ist die Halbwertszeit meines Gedächtnisses? In einem menschenverlassenen Stadtteil in Fukushima sah ich zwei Jahre nach dem Super-GAU in einem kleinen Büro Zeitungen vom 11.3.2011 hochgestapelt, die nie ausgetragen worden waren. Sollten sie weitere 24.000 Jahre dort liegen, ungelesen und unbeachtet?

Man kann nicht mit Schreckensbildern im Kopf weiterleben. Um sie zu verdrängen, tütet man sie in schwarze Plastikbeutel ein oder schüttet sie heimlich ins Meer. Ist der Ozean eine Riesenwaschmaschine, die so viele tödlich vergiftete Schmutzwäsche reinigen kann? Auf keinen Fall. Das Weltmeer ist vergleichbar mit einem hochsensiblen Nervengeflecht, das sich im Laufe von 46 Milliarden Jahren seine heutige Form gewonnen hat. Das große Wasser quält sich, versucht ständig, das Gleichgewicht immer wieder neu herzustellen, aber die Geschwindigkeit der Vergiftung nimmt drastisch zu.

Keine Substanz verschwindet dadurch, dass wir sie totschweigen. Jede schädliche Botschaft, die einmal nach außen gesendet ist, bleibt in der Welt. Sie nimmt sehr langsam ab und die Geschwindigkeit der Abnahme verlangsamt sich, wie uns die Halbwertszeit zeigt. Wir werden immer wieder erneut von Spätfolgen der vergangenen Katastrophen überrascht sein. Damit haben wir schon genug zu tun. Wozu soll man weiter die Vernichtungsmaschinerie laufen lassen? Sie verspricht mehr Profit, bringt Glanz und Lust zum scheinbaren Wachstum und erzeugt zusätzliche Energie für Trost und Ablenkung, aber dafür verwandelt sie unser Leben in eine sinnlose Wartezeit, in der wir nichts anderes tun können, als den Rest der Halbwertszeit zu zählen. Wir stehen bereits in Schulden. Wir müssen das Vernichtungskraftwerk sofort stoppen.

KazagurumaDemo2021_YokoTawada_Original_de_pdf

かざぐるまデモ2021_多和田葉子演説_和訳_pdf


Pressebericht
Zehn Jahre nach Reaktorunglück in Fukushima Atomkraftgegner demonstrieren vor dem Brandenburger Tor: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/03/atomkraftgegner-demonstration-berlin-10-jahre-fukushima.html
Atomkraftgegner demonstrieren zehn Jahre nach Fukushima:
Protest am Brandenburger Tor: Erinnerung an Fukushima:

Fukushima: „Von Normalität kann keine Rede sein“ https://www.dgs.de/news/en-detail/120321-fukushima-von-normalitaet-kann-keine-rede-sein/

ドイツで原発廃止訴えるデモ福島第一原発事故から10年を前にベルリンかざぐるまデモ | NHKニュース https://www3.nhk.or.jp/…/20210307/k10012901971000.html
ドイツ ベルリン で日本人ら反原発デモ 作家の多和田葉子さん「即時停止を」(共同通信)
#Yahooニュース
ベルリンで反原発デモ ノーベル賞候補作家・多和田葉子 さんが訴えたことは?:東京新聞 TOKYO Web https://www.tokyo-np.co.jp/article/90111
福島原発事故 からまもなく10年 ドイツ ベルリンで脱原発デモ|TBS NEWS https://news.tbs.co.jp/newseye/tbs_newseye4215899.html
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Video Archiv

10 Jahre nach Fukushima ‐ Atomkraft ist kein Klimaretter!

Kazaguruma-Demonstration zum 
10. Jahrestag von FUKUSHIMA

   Sa. 06.03.2021 ab 12:00 Uhr
   Treffpunkt: Brandenburger Tor (Pariser Platz) Berlin

10 Jahre und noch immer keine Normalität/Nein zur Atomenergie!

Am 11. März 2021 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum 10. Mal. Obwohl die japanische Regierung und die Internationale Atomenergie-Organisation die Auswirkungen und Folgen des Super-GAUs kleinreden, sprechen die Fakten für sich: Von Normalität in der betroffenen Region kann keine Rede sein. Noch immer können viele Menschen nicht in ihre Heimat zurück. Die havarierten Reaktoren geben nach wie vor radioaktive Materialien in die Umwelt ab. Wegen Platzmangel für die Lagerung will die japanische Regierung das verseuchte Wasser sogar ins Meer ableiten.

Eine Entwarnung ist nicht angebracht, im Gegenteil: Die Risiken sind nach wie vor groß. Dennoch will die Atomlobby das gefährliche und schmutzige Geschäft mit Atomkraftwerken weltweit ankurbeln und behauptet, ohne Atomenergie erreiche man die Klimaneutralität nicht. Viele Staaten setzen noch immer auf Atomkraft, immer mehr Länder kündigen den Neubau von Atomanlagen oder die Laufzeitverlängerung für die bestehenden Altreaktoren an.

Wir müssen uns entschieden diesem Wahnsinn entgegenstellen und deutlich machen, dass die Atomkraft keine Option gegen den Klimawandel, sondern eine akute Gefahr für uns und für die Umwelt ist. Zehn Jahre nach Fukushima wollen wir stattdessen für eine konsequente Energiewende eintreten, die Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien produziert und weltweit zu einer atom- und fossilfreien Wirtschaftsweise führt. Es darf kein Atommüll mehr produziert werden!

Atomkraft rettet nicht das Klima!

NICHT klimaneutral: Atomkraft verursacht in der gesamten „nuklearen Kette“ – vom Uranabbau über die nukleare Energiegewinnung bis zur Wiederaufarbeitung und (End)-Lagerung von atomaren Brennstoffen – reichlich viele Treibhausgas-Emissionen.

Zu schmutzig: Die Atomindustrie hinterlässt radioaktive Abfälle für die Ewigkeit, die eine massive Bedrohung für Menschen und Umwelt darstellen.

Zu gefährlich: Mit der Atomenergie werden das Risiko eines Super-GAUs wie in Fukushima und die dauerhaften Folgen für Mensch und Umwelt in Kauf genommen. Atomtechnologie dient außerdem der Entwicklung neuer Atomwaffen.

Zu teuer: Atomkraft ist die teuerste Art Strom zu erzeugen, die ohne staatliche Subventionen und Fördermittel nicht finanzierbar wäre.

Deshalb fordern wir mehr denn je:

• Sofortige Stilllegung aller AKW und Atomfabriken weltweit, kein Uranabbau und keine Urananreicherung. In Deutschland sollen auch die Atomfabriken Gronau und Lingen mit dem Atomausstieg den Betrieb einstellen!

• Auflösung von EURATOM und aller anderen die Atomtechnik fördernden Organisationen.

• Umlenkung aller der Atomtechnik gewidmeten Fördermittel und Subventionen zugunsten erneuerbarer Energien und einer zivilgesellschaftlich kontrollierten Forschung zum Umgang mit dem Atommüll!

• Deutschland und Japan sollen endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!

Redner:

1) Yu Kajikawa(Sayonara Nukes Berlin)
2) Michael Müller (NaturFreunde)
3) Alex Rosen (IPPNW)

4) Yoko Tawada/多和田葉子 (Schriftstellerin)
5) AntiAtom Plenum
6) Uwe Hiksche (NaturFreunde)

Performance:Michiyasu Furutani (Buto-Tänzer)
Website:
http://kazagurumademo.de

Veranstalter:
Anti Atom Berlin
NaturFreunde Berlin
Greenpeace Energy      
Sayonara Nukes Berlin

Kooperierende Gruppen:
AK Rote Beete
Anti-Atom-Plenum Berlin
BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland
BürgerBegehren Klimaschutz
BürgerInitiative Lüchow-Dannenberg
Coop AntiWar Cafe
Die Linke Landesverband Berlin
Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.
IPPNW Germany
Japanese Against Nuclear
Kuhle Wampe
Robin Wood Berlin

NEWS: Kazaguruma DEMO zum 8.Jahrestag von Fukushima

Kazaguruma Demo zum Fukushima Jahrestag am 09.03.2019
Fukushima mahnt: Atomausstieg weltweit!

Sa. 09.03.2019 ab 12:00 Uhr
Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

Nach einem starken Erdbeben und einem dadurch ausgelösten Tsunami am 11. März 2011 folgte eine der schwersten Katastrophenserien in einem Atomkraftwerk weltweit.
Die Atomkatastrophe von Fukushima zeigte überdeutlich, dass auch hochindustrialisierte Staaten einen sicheren Betrieb von Atomkraftwerken nicht beherrschen können. Solange Atomkraftwerke auf der Welt betrieben werden, kann sich eine solche Atomkatastrophe jederzeit wiederholen.

Weltweit waren 2018 noch 446 Atomreaktoren betriebsfähig. Jeder Reaktor produziert 20 bis 30 Tonnen hochradioaktiven Atommüll pro Jahr. Nirgendwo gibt es ein betriebsbereites Atommülllager für diesen hochgefährlichen Atommüll.

Auch in Deutschland wurde kein konsequenter Atomausstieg beschlossen. Noch immer sind 7 Atomkraftwerke in Betrieb. Seit Monaten fordern einflussreiche Wirtschaftslobbys eine Verlängerung der Laufzeiten für einzelne Atomkraftwerke. Gleichzeitig sind die drei Forschungsreaktoren und die Atomfabriken Gronau und Lingen vom sogenannten Atomausstieg ausgenommen.

Bis 2022 werden sich allein in Deutschland 15.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls angehäuft haben. Seit etwa 8.000 Generationen gibt es Menschen auf der Erde; weniger als drei Generationen haben die gewaltige Menge Atommüll geschaffen, die nun von 33.000 nachfolgenden Generationen von der Biosphäre fern gehalten werden muss.

Die Atomlobby missbraucht die Sorge um den Klimawandel um die unverantwortliche Atomtechnologie als „Klimarettung“ darzustellen. Doch vom Uranabbau bis zur Erzeugung von Atomenergie für Strom und Waffen bis zur „Lagerung“ des Mülls werden riesige Mengen CO2 erzeugt. Deshalb gilt: Nur der schnelle Umstieg auf erneuerbare Energien und konsequente Energieeinsparung können den Klimawandel mildern.

Die Atomtechnik droht unsere Erde auf verschiedene Weise unbewohnbar zu machen: Durch Atomwaffen und andere radiologische Waffen, durch radioaktive Emissionen der Atomanlagen im „Normalbetrieb“, durch Super-GAUs wie in Tschernobyl und Fukushima, die immer wieder vorkommen werden, und durch die Gefahren des Atommülls für die Biosphäre.

Wir fordern deshalb:
• Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit.
• Auflösung von EURATOM und aller anderen die Atomtechnik fördernden Organisationen.
• Umlenkung aller der Atomtechnik gewidmeten Fördermittel und Subventionen zugunsten erneuerbarer Energien und einer zivilgesellschaftlich kontrollierten Forschung zum Umgang mit dem Atommüll.
• Weltweites Verbot aller Atomwaffen. Deutschland und Japan müssen dem „Vertrag über das Verbot von Kernwaffen“ der UNO beitreten.

Website:
http://kazagurumademo.de

Facebook Eventsite:
https://www.facebook.com/events/2327156154275022/

Veranstalter:
Sayonara Nukes Berlin sayonara-nukes-berlin.org
Anti Atom Berlin www.antiatomberlin.de
NaturFreunde Berlin www.naturfreunde-berlin.de
Greenpeace Energy www.greenpeace-energy.de

Kooperierende Gruppen:
BUND
IPPNW
Rote Beete
ICAN
Coop AntiWar Cafe
Kuhle Wampe
BürgerInitiative Lüchow-Dannenberg
Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.
Ausländer mit uns
Die Linke Landesverband Berlin

Bericht zur Kazaguruma-Demo am 11.3.2017 in Berlin

Letztes Jahr zum 5. Jahrestag von Fukushima und zum 30. Jahrestag von Tschernobyl haben wir eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen unter dem Titel „Protestival“ organisiert, womit wir durchaus zufrieden waren, aber der Aufwand war entsprechend groß, sodass ich nach dem Ende aller Veranstaltungstermine krank geworden war.  Daraus musste man die Lehre ziehen, dass man als so eine kleine Gruppe nicht so oft größere Veranstaltungen auf einmal planen kann.

Deshalb wollten wir dieses Jahr zum 6. Jahrestag von Fukushima „nur“ eine Demonstration organisieren, dafür aber eine feine, gut durchdachte, harmonische und mit einem guten Programm.

Immerhin haben wir seit 2013 jedes Jahr zu diesem Jahrestag eine Demo organisiert und haben bereits eine Reihe von positiven Erfahrungen gesammelt, aus den Fehlern gelernt und gute Beziehungen mit einigen Kooperationspartnern aufgebaut.  Seit vier Jahren ist es sogar „Tradition“, mit unserem Symbol für eine nuklearfreie Zukunft, Windrädern – Kazaguruma –, durch die Innenstadt von Berlin zu ziehen.  Außerdem fällt der 11.3. dieses Jahr auf einen Samstag.  Da müssen wir unbedingt an dem Tag demonstrieren, so waren wir uns gleich einig.

Als erstes fingen wir damit an, mit unseren Partnern – Natur Freunde und Anti Atom Berlin – darüber zu besprechen.  Sie waren wieder dabei, wir können uns inzwischen sehr gut verständigen  und kommunizieren.  Ich habe gleichzeitig Herrn Christoph Rasch von Greenpeace Energy – einem unserer wichtigsten Sponsoren von „Protestival“ letztes Jahr – kontaktiert, und er meldete sich gleich bei mir zurück, dass sie auch dieses Jahr gern mit dabei seien.  So haben wir gemeinsam einen Text ausgearbeitet, den wir als Appel für die Demo im Flyer drucken wollten.

Gestaltung des Plakates/Flyers

Im Herbst letzten Jahres haben einige Mitglieder von SNB mit einem „Stammtisch“ für Japaner/Japanisch-sprechende einmal im Monat angefangen, und dort haben sie den jungen Künstler Daichi Matsusaki kennengelernt, der sich uns gleich angeschlossen hat.  Da wir alle von seinen farbenfrohen und dynamischen Bildern begeistert waren, haben wir ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte, für die nächste Demo ein Bild für das Plakat zu malen.  So entstand das schöne Bild, das bei allen gut angekommen ist mit einem Motiv, das an unser Symbol Windrad erinnert.

Aya.Berlin hat dann dieses Bild zum Plakat und zum Flyer bearbeitet.  Dieses Jahr habe ich an einigen Stellen in Kreuzberg das Plakat auf der Straße entdeckt und mich sehr gefreut, nicht nur weil für unsere Demo gut geworben wurde, sondern weil das Plakat eine Augenweide war.  Unser Dank gilt Daichi und Aya.Berlin! Wir sind auch stolz, dass so viele Mitunterzeichner zusammengekommen sind.

Kazaguruma-Bastel-Workshop

Kazaguruma-Bastel-Workshop am 25.02.2017

Dann haben wir natürlich einen traditionellen „Windräder-Bastel-Workshop“ organisiert.  Dieses Jahr haben wir durch Jan von der TU tolle Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, und dort haben wir fleißig über 400 Windräder gebastelt (näheres siehe Bericht unter http://snbblog.sundayresearch.eu/?p=3567).  Durch unser Mitglied Ememe haben wir dieses Jahr Kontakt mit W. aufgenommen, der einen großen Bus besitzt  und bereit war, uns bei dem Transport der Windräder behilflich zu sein.  Er hat tatkräftig und sehr freundlich geholfen, alle gebastelten Windräder in meinem Keller zu verstauen und sie wieder am Tag der Demo zum Treffpunkt zu bringen.  Bis letztes Jahr hatten wir diese nicht einfache Arbeit (weil die Windräder so unhandlich sind) Minami überlassen, obwohl sie nur einen PKW mit einer größeren Ladefläche hatte.  Es ist uns aber dieses Jahr erneut bewusst geworden, dass es unumgänglich ist, um diese Menge Windräder gut zu transportieren, so einen großen Transporter zu haben.  Also sollten wir in der Zukunft immer so einen Bus/Transporter für den Transport der Windräder organisieren, mit einem normalen PKW sollte man es gar nicht mehr versuchen.

Programm – Redner und Performance

Wir wollten wieder ein gutes und bunt gemischtes Programm haben und haben überlegt, welche Themen unbedingt dieses Jahr auf der Demo besprochen werden sollten.  Fest stand vom Anfang an aber, dass Bodypoet Kazuma wieder eine Tanzperformance anbieten sollte, das ist bereits das „Markenzeichen“ unserer Demo und darf nicht fehlen.  Dieses Jahr gab es aber noch eine zusätzliche Kunstperformance von Daichi.  Er sollte kurz vor dem Start der Kundgebung am Gendarmenmarkt innerhalb von 30 Minuten ein Bild fertig malen und dadurch die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Geschehnis auf dem Platz ziehen.

Ruiko Muto

Außerdem wollten wir ursprünglich am Brandenburger Tor, dem Ziel des Demozuges, einen Infostand aufbauen, an dem wir eventuell die Fotos von den Fotographen Hirokawa  und Higuchi mit den Captions zeigen und ein paar Informationen über die aktuelle Lage in Fukushima u.a. geben könnten, aber wir haben auf die Idee schlussendlich verzichtet, da wir feststellen mussten, dass wir dafür nicht genügend Kapazitäten haben.  Dafür haben wir die Botschaft von Frau Ruiko Muto (Sprecherin der Klägergruppe gegen Tepco) übersetzt (mithilfe von Annette Hack), die wir dann auf der Demo vorlesen und in gedruckter Form verteilen wollten.  Ich denke, es war eine gute Entscheidung, denn es ist eine authentische Stimme aus Fukushima und niemand hätte über die aktuelle Lage nach sechs Jahren so gut berichten können wie sie.

Hier die Botschaft von Ruiko Muto in deutscher Übersetzung: Kazaguruma-demo2017 Brief von Ruiko Muto de

 

Elisabeth Hafner-Reckers ©Tsukasa Yajima

2017 ist ein wichtiges Jahr für die deutsche Antiatombewegung, da der Widerstand von Gorleben heuer genau 40 Jahre alt wird.  Deswegen wollte ich unbedingt jemanden von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg gewinnen.  Da ich letztes Jahr eine gute Verbindung zu dieser Gruppe aufgebaut habe, teilte ich ihnen einfach direkt mit, dass jemand von ihrer Gruppe in  Berlin auf der Demo über den Kampf in Gorleben seit 40 Jahren sowie im Hinblick auf die bevorstehende Verabschiedung des Endlagergesetzes ihre Botschaft geben soll.  So hat sich Elisabeth Hafner-Reckers, stellvertretende Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg, bereit erklärt, am 11.3. extra aus dem Wendland nach Berlin zu kommen.  Ich habe sie letztes Jahr im Wendland kennengelernt und sogar bei ihr übernachtet –  sie hat ein sehr gemütliches Gasthaus , sie ist eine sehr bodenständige und sympathische Yoga-Lehrerin, die unweit des Endlager-Erkundungsbergwerkes Gorleben seit 1990  jeden Sonntag mit der dortigen Kirchengemeinde einen Gottesdienst im Freien (auch im Winter) hält.  Diese Andacht gehört schon längst zum festen Repertoire des Widerstandes im Wendland, und Elisabeth ist vom Anfang an dabei.  Sie war am Tag der Demo aus dem Wendland mit dem Zug angereist, hat die Demo mitgemacht, eine wunderbare, starke Rede gehalten, und ist anschließend wieder abgereist, da sie noch den Yoga-Kurs zu leiten hatte. Ihre Worte waren so erfrischend, stark – da authentisch – und inspirierend wie viele kreative Protestaktionen im Wendland.  Vielen Dank, Elisabeth!

Hier ist ihre Rede zu lesen:Kazaguruma-demo2017 Rede von Elisabeth Hafner de

 

Thomas Dersee ©Tsukasa Yajima

Ein anderes Anliegen war das Thema um die Gefahren radioaktiver Niedrigstrahlung und den Umgang mit dem niedrigradioaktiven Atommüll.  Da wusste ich gleich, wer am besten darüber sprechen kann: unser Freund Thomas Dersee, Herausgeber von Strahlentelex.  Er hatte uns oft vom gefährlichen Umgang mit niedrigradioaktiv verseuchtem Metall in Deutschland erzählt, dass wir ohne zu wissen Bratpfannen oder Zahnspangen aus radioaktivem Metall angeboten bekämen, usw.  Es war uns wichtig, dass jemand über dieses Thema spricht, damit die Bürger sich bewusst machen, dass auch in Deutschland Gefahr lauert. Thomas hat dieses Thema sehr anschaulich behandelt:

Die Rede von Thomas Dersee:Kazaguruma-demo2017 Rede von Thomas Dersee de

 

Christoph Rasch ©Tsukasa Yajima

Greenpeace Energy kämpft weiter in Europa gegen eine „Renaissance der Atomenergie“, indem sie vor allem gegen die Subventionen für das AKW Hinkley Point C klagen.  Der Pressesprecher Christoph Rasch, der letztes Jahr unser Protestival tatkräftig unterstützt hat, hat dieses Jahr auf der Demo über die gefährliche Entwicklung der Atompolitik in Europa eine zusammenfassende Rede gehalten:

Hier die Rede von Christoph Rasch:Kazaguruma-demo2017 Rede von Christoph Rasch de

 

der Demozug      ©Tsukasa Yajima

Dieses Jahr haben wir eine kürzere Demoroute ausgesucht, weil wir unbedingt die etwas triste Leipziger Straße in der bisherigen Route zwischen dem Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor vermeiden wollten.  Bei der Überlegung wollten wir aber das Brandenburger Tor als Symbol und Mittelpunkt der Stadt Berlin als Ziel behalten.  Dann erwies es sich als nicht so leicht, eine gute Demoroute zu finden.  Schließlich haben wir uns auf die Route mit dem Gendarmenmarkt als Treffpunkt und dem Brandenburger Tor als Ziel geeinigt.  Nach der Demo gab es zwar einige, die sagten, die Demoroute sei etwas zu kurz gewesen, aber ich persönlich fand sowohl den Treffpunkt Gendarmenmarkt als auch das Ziel Brandenburger Tor gut, da sie erstens beide Touristenattraktion sind und daher viele Menschen da sind, zweitens die Stadt Berlin mit ihrer Kultur und Geschichte dort gut repräsentiert ist.  Sicher hätte die Route etwas länger sein können, aber der Demozug ist zum Beispiel in der Französischen Straße auf eine sehr gute Resonanz gestoßen, viele Touristen und Passanten haben uns fotografiert, die Windräder bekommen und uns mit einem Lächeln zugeschaut, was will man mehr?

Bodypoet & Mad World Dance Project ©Tsukasa Yajima

Am Brandenburger Tor angekommen, war die Tanzfläche für Kazuma und seine Tanzgruppe „Mad World Dance Project“ von ein paar Mitgliedern von uns bereits vorbereitet, und relativ zügig konnte man zum Abschlussprogramm übergehen.  Kazuma und seine Tänzer haben dieses Jahr eine schlichte, aber kräftige Performance mit politisch- und gesellschaftskritischen Botschaften aufgeführt, wie etwa das „typisch japanische“ Phänomen, dass der einzelne Mensch in der Masse und in der Mehrheit verschwindet.

Bild von Daichi Matsusaki(links), Trommler Fumihiro Ono(rechts) ©Tsukasa Yajima
ⒸTsukasa Yajima

Unsere Kazaguruma-Demo 2017 ist auf diese Weise zügig und harmonisch über die Bühne gegangen, starke Redner, aussagekräftige Transparente und viele gelbe Windräder, zwei Performances am Anfang und am Ende.  Übrigens wäre das Bild, das Daichi vor der Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt gemalt hat, gegen Spende abzugeben. Wer daran Interesse hat, kann uns gerne kontaktieren: sayonara-nukes-berlin[at]posteo.net

 

Symbol für eine Zukunft ohne Atomkraft ©Tsukasa Yajima

Wir -Sayonara Nukes Berlin -bedanken uns bei allen, die uns bei der Demo unterstützt haben, mit uns gelaufen sind und mit uns waren.  Wir werden weiterhin einen langen Atem haben, kreativ und hartnäckig bleiben bei unserer Forderung nach dem weltweiten Atomausstieg und jedes Jahr mit den Windrädern durch Berlin ziehen mit dem Motto: Fukushima mahnt! Gemeinsam für eine Zukunft ohne Atomanlagen!


Nachrichten:

„Für Zukunft ohne Atomanlagen!“ – Sechs Jahre Fukushima: Demo gegen Atomkraft in Berlin | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Abendschau/ rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Demonstration gegen Atomkraft in Berlin | evangelisch.de


Foto:

Tsukasa Yajima


Video:

Nobel & Frei

Mahnwache Kanzleramt


 

会津磐梯山リミックス2015

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Ihr könnt ab sofort die exklusiven Remixlieder von Aiizu-Bandaisan (ein Volkslied aus der Region Fukushima) anhören, die extra für die Kazaguruma Demo 2015 geschaffen wurden, Demo zum 4.  Jahrestag von der Fukushima-Katastrophe mit dem Motto „Vergesst Fukushima nicht!“,  die am 07.03.2015 in Berlin stattfand.   Erlebt die vielfältigen 14 verschiedenen Remixlieder!

https://sayonaranukesberlin.bandcamp.com/album/remix-for-fukushima

Unser großer Dank geht an die Musiker/Künstler, die freiwillig viel Zeit und Mühe für dieses Projekt investiert haben.  Vielen herzlichen Dank!

Sayonara Nukes Berlin

 

核のない未来へと希望をのせて「かざぐるまデモ」2015

3月7日、東京電力福島第1原発事故から4年が経つのを前にベルリンで反原発デモを行いました。
ドイツ人、日本人、韓国人、イスラエル人などベルリンに住む市民ら約700人が参加しました。
Anti-Atom-Berlin(アンチアトムベルリン)、NaturFreunde Berlin e.V(ナトゥアフロインデ)、ドイツの反原発、自然保護団体2団体との共催で行いました。
今回は「福島を忘れないで!」をテーマに、原発事故を風化させないこと、日本の原発再稼動・原発の海外輸出に反対するとともに、世界のすべての原発の早期廃炉と再生可能エネルギーへの転換を求めました。
核のない未来へとの希望をかざぐるまに象徴し、昨年に続き今年も「かざぐるまデモ」と名付けたデモ。前日まで雨が降っていましたが、見事に晴れ、かざぐるまが風を受け勢いよく回っていました。

Puppe’n Muckeのライブ演奏がはじまりの合図となり、ブランデンブルク門前に集まった人々の注目を浴びました。その後、ブランデンブルク門前を舞台にSayonara Nukes Berlinから梶川ゆうさんが開会のあいさつをし、「福島の原発事故はいつでもどこでも起こりえます。放射能まみれの地球を次世代に残してはいけません」と訴えました。
(あいさつ全文)
参加者は東日本大震災での犠牲者と世界中で放射能の被害に遭った人々に黙とうをしました。
福島県の民謡「会津磐梯山」に合わせてかんしょ踊りのレクチャーをした後、BodyPoetとTakushi&Friendsによるかんしょ踊りのダンスパフォーマンスが行われ、「Jetzt los!」(さぁ出発)の掛け声でデモが出発しました。
かんしょ踊りとは福島県会津地方に伝わる踊りで、他の反原発アクションシーンでも踊られています。
アンチアトムの横断幕「FUKUSHIMA HIROSHIMA NAGASAKI ATOMTOD STOPP 福島 広島 長崎 被曝死ストップ」(ママ)、女優の木内みどりさんから届いた横断幕「DON’T FORGET FUKUSHIMA」を先頭にデモは進んでいきました。
参加者は「会津磐梯山」のリミックス曲に合わせ、踊ったり、リズムにノったりしながらベルリンの中心街をデモ行進しました。
リミックス曲は公募し、ドイツ、フランス、イギリス、メキシコ、日本から15人のミュージシャン、DJからの応募がありました。そのうちの数曲をDJ SiSeNが演奏しました。
ひょっとこ、おかめ、きつねのお面を被ったり、和装をしたり、法被を着たりして踊る様子は観光客や道行く人々の目を引いていました。
最終地点Potsdamer Platz(ポツダマープラッツ)に到着後、日本で「のりこえねっと」(ヘイトスピーチとレイシズムを乗り越える国際ネットワーク)の共同代表をしている辛淑玉(シンスゴ)さんのあいさつがありました。
(全文)
Anti-Atom BerlinのBernd Lisekさんが閉会のあいさつをしました。
(全文)
最後はPuppe’n Muckeのライブ演奏で締めくくりました。
デモに参加した保育士のカタリーナ・ヴァルケンティンさん(26)は「原発事故は健康被害や環境破壊をもたらします。原発ではなく再生可能エネルギーに転換すべき。子どもの未来のためにも原発はなくすべきです」と話していました。

わたし自身、2回目の参加となる「かざぐるまデモ」。集会が始まる前にワークショップで作ったかざぐるまを参加者や観光客に渡していると、ブランデンブルク門を見に来た日本人観光客が参加しますとかざぐるまを受け取ってくれたり、かざぐるまを受け取ったスペイン語圏の観光客が「一体何をしているの?」と聞いてきて、説明するとわたしたちの主旨に賛同してくれたりと昨年より事前にデモを知らなかった人たちが関心を寄せてくれたようにじました。ライブがあったり、音楽が流れていたという雰囲気が飛び入りのデモへの参加をしやすくしたのではないかと思います。残念ながら東京電力福島第1原発事故を知らない外国の方もおり、時間の経過とともに特に海外では関心が薄れていきがちになってしまうことですが、世界の問題として、日本のみなさんとも連帯し、続けていくことが大切だと改めて感じました。

かざぐるまデモ2014 “Kazaguruma-Demo 2014” gegen Atomkraft in Berlin

_TY1476328. März in Berlin war gutem Wetter und Sonnenschein. Wir haben unsere Anti-Atom-Demonstration mit Anti-Atom-Demonstration in Fukushima in Japan gesolidaritätet.

Wir haben vorge einen offenen Brief an Premierminister von Japan Shinzo Abe an Deutschland stehen japanischen Botschaft in Zusammenarbeit mit Anti-Atom-Berlin vor der Demonstration. 20 Umweltgruppen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens von 47 Menschen, die in Berlin vereinbarten unterzeichneten einen offenen Brief.

Offenen Brief mit

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Wir haben in Zusammenarbeit mit Anti-Atom-Berlin e.V.,Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. und Naturfreunde Berlin. Wir rufen “ Kazaguruma-Demo (Windrad-Demo)“, die Anti-Atom-Demo in Berlin gemacht. Auch ca.1000 Bürger und Bürderinnen (Journalisten Untersuchung) wurde gelb auf den Platz des 18.März am Brandenbruger Tor gefärbt. Windrad ist ein Symbol auf der Gesellschaft ohne Atomkraft.

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Fukushima Daiichi AKW war drei Jahren nach der Katastrophe. Bürgerinnen und Bürger, die sich versammelt, wurde der Windrad und denken Purakato mitgebrach.

Mad World Dance war eine Cabaret über die Olympischen in Japan zu gespielt.

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Eisuke Matsui der Direktor der Umweltmedizin Gifu Research Institute of Japan hat am Potsdamer Platz geredet.

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〝2 Dinge waren schon immer Klar:     2つの物事はずっと明確だった
1.Atomkraft ist sicher und            1.原発は安全で
2.Die Erde ist eine Scheibe″          2.地球は平らである

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Eine japanische Musikerin Manami N. Sagte: Genpatu Hantai! (Gegen Atom-Kraft)

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Ein japanisch Kunstrer Chuu hat die „Brille der Windrad“ aufgesetz. taz(Die Tageszeitung) hat vor 2 Tagen den Artikel über diese Windrad Demonstration mit seinen Illustrationen beigtragen.

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Wir wollen eine Windrad Demonstration fortsetzen.

Kazaguruma Demo 2014

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News Medien

rbb http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20140308_1930/nachrichten-eins.html

NHK http://www3.nhk.or.jp/news/html/20140309/k10015828031000.html

Jiji http://www.jiji.com/jc/c?g=eco_30&k=2014030800377

taz (Die Tageszeitung) etc

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Foto:Tsukasa Yajima

Tanzvideos:Frank Doellinger (B-Boy Rain)

Demo-Video:Sigrid Oberer